Beim aktuellen Forefront Protection 2010 für Exchange Server hat Microsoft ganze Arbeit geleistet: gegenüber der Vorgängerversion (Forefront Security for Exchange Server) sind sowohl die Konfigurationsmöglichkeiten als auch die Spam-Erkennungsrate wesentlich verbessert worden. So ist es jetzt möglich - abhängig von der Branche und dem Alter der zu schützenden (Mail-) Domain - den Spam-Anteil auf unter 2% zu drücken - bei gleichzeitig sehr wenigen False Positives. Forefront Protection 2010 for Exchange Server ist zu einem Teil eine GUI für die Antispam-Einstellungen, die man ohnehin im Exchange Server einstellen kann und zum Anderen bietet es diesen gegenüber erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten wie z. B. die Quarantäne- und Vorfallverwaltung, das Scannen von bereits im Postfach befindlichen E-Mails oder die Konfiguration von Spam-Rückläuferlisten.
Die Features von Forefront Protection 2010 for Exchange Server:
Interessant ist hier der Inhaltsfilter, in dem man eigene Ausdrücke definieren kann, die gefiltert werden sollen. Des Weiteren kann definiert werden, wie mit Mails ab einem bestimmten Spam Confidence Level (SCL, Spam-Schwellenwert) verfahren wird: entweder werden sie ab einem definierten SCL geblockt und gar nicht erst entgegen genommen oder sie werden in den Quarantäne-Ordner von Forefront Protection verschoben.
Den größte Anteil an Spam weist allerdings der Verbindungsfilter ab. Werden hier die wichtigsten RBLs in einer sinnvollen Reihenfolge konfiguriert, wird bis zu 85% des Spams schon beim Einlieferungsversuch geblockt.
Sollte auch Ihr Outlook von Spam-Mails überschwemmt werden, würden wir Ihnen im Kampf gegen die unerwünschten Mails gerne behilflich sein.
Forefront Protection for Exchange Server 2010 wurde im Dezember 2012 von Microsoft eingestellt.